| Vorwort: |
Die hier beschriebene Anleitung zur Installation des Laptops "Fujitsu/Siemens Celsius Mobile H"
wurde unter SuSE Linux 8.1 durchgeführt, sollte aber prinzipiell auch unter anderen
Linux-Distributionen möglich sein. Die alte Anleitung zu SuSE Linux 7.3 mit dem gleichen Laptop findet ihr hier. Speziell auf diese SuSE-Distribution ausgerichtete Einstellungen werden durch das Symbol Einige technische Daten des von mir genutzeten Gerätes (Es gibt verschiedene Modelle der Celsius H Serie):
Zu weiteren technischen Daten des Gerätes sei an dieser Stelle auf die zugehörige Webseite des Herstellers verwiesen. |
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| Basisinstallation: |
Das Notebook wurde ausgeliefert mit einer Dualinstallation von Windows 2000 oder NT.
Nachdem sich der Nutzer entschieden hat (für Win2000 :-) ) erfolgt eine Installation des
Systems auf einer primären Partition (ca. 4GB) der eingebauten Platte (30GB im Testgerät).
Somit bleibt noch genügend freier Platz auf dem Rest der Platte für den Pinguin. Nach dem Booten von der Linux-DVD/CD (F12 beim Bootvorgang drücken und dann den DVD-Schacht auswählen) sollte die Linuxgrundinstallation im Prinzip problemlos möglich sein, wenn man folgendes beachtet: Mit dem mitgelieferten Kernel ( Hinweis: Sollte bei der Hardwareerkennung oder Abfrage der USB-Geräte bei der Installation diese hängen bleiben, so lag das sicherlich daran, daß man das Touchpad auf der Funktastatur berührt hat. Dieser Fehler tritt unter bestimmten Bedingungen bei bei der Installation auf. Deswegen sollte man nach dem Booten Funk-Tastatur und -Touchpad erst wieder nach dem Starten des USB-Managers benutzen. Die Installation kann nun erst mal weiter durchschritten werden: Beispiel Die Konfiguration des X-Servers sollte man an dieser Stelle noch nicht durchführen, da die Module für den X-Server von nVidia nicht auf dem Installationsmedium vorhanden sind. Sie sind später per Online-Update oder übers Netz zu besorgen Hardwarekonfiguration bei Abschluß der Installation (wird bei
Somit ist der erste Teil der Installation durchlaufen, das System kann erst mal gestartet werden und als nächstes wäre ein neuer Kernel zu übersetzen. Wer sich einen neueren Kernel übers Netz besorgen möchte (der Kernel 2.4.19-SuSE hat sich bei mir jedoch bewährt), muß zuerst die Netzwerkkonfiguration durchführen: |
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| Netzwerkkonfiguration: |
Unter Andernfalls ist diese Einstellung distributionsabhängig. Meist funktioniert es, wenn man in /etc/modules.conf einträgt: alias eth0 8139too depmod -a Dann besorgt man sich z.B. per dhcpcd vom DHCP-Server, eine IP-Nummer : ifconfig eth0 /sbin/dhpcd eth0 oder man vergibt eine feste IP-Nummer mit dem Konfigprogramm der Distribution. Nun kann man sich den Kernel, z.B. mittels eines WebBrowsers für die Konsole, herunterladen. Falls w3m installiert ist: w3m http://www.kernel.org |
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| Kernel übersetzen: |
Getestet wude die Installation mit dem Kernel 2.4.19-SuSE, sollte aber auch mit dem
im Netz verfügbaren unmodifizierten Kernelquellen 2.4.19 oder neuer möglich sein. Soll ein Kernel aus dem Netz verwendet werden, so ist die Kerneldatei linux-2.4.XX.tar.bz2 (z.B. aktuelle Version linux-2.4.20 bei kernel.org verfügbar) durch Aufruf von: cd /usr/src mv linux linux.old tar xjf $DOWNLOADPATH/linux-2.4.XX.tar.bz2 zu entpacken. Außerdem empfehle ich noch folgende Schritte: mv linux linux-2.4.XX ln -s linux-2.4.XX linux Anschließend in das Verzeichnis /usr/src/linux wechseln. Hier muß eine Datei modifiziert werden, um die Arbeit mit der Funktastatur zu ermöglichen. Dazu ist mittels eines Editors die Datei "drivers/usb/usb-uhci.c" zu modifizieren, indem die Zeile #define CONFIG_USB_UHCI_HIGH_BANDWIDTH durch Voranstellen von zwei "//" auskommentiert wird, also // #define CONFIG_USB_UHCI_HIGH_BANDWIDTH Unter cp /boot/vmlinuz.autoconf.h \ /usr/src/linux/include/linux/autoconf.h cp /boot/vmlinuz.version.h \ /usr/src/linux/include/linux/version.h Anschließend ist durch Aufruf von: make menuconfig der Kernel zur Übersetzung zu konfigurieren. Wer der hier angegebenen Konfigurationsdatei vertraut, kann diese einfach laden und anschließend: make dep; make clean; make bzImage; make modules; make modules_install aufrufen. Natürlich kann man auch die einzelnen Punkte der Konfiguaration selber vornehmen, wichtig ist aber folgende Auswahl:
Nach dem Übersetzen findet man im Unterverzeichnis "arch/i386/boot" den neuen Kernel bzImage, der wie die Datei System.map aus dem Linux-Quellverzeichnis nach /boot gehört. Sollte man als Filesystem reiserfs o.a. verwendet haben und die Unterstützung dafür nicht direkt in den Kernel compiliert haben, sondern bei der Konfiguration zum Übersetzen als Modul ausgewählt haben, benötigt man noch ein "initrd" - Container, der die benötigten Module zum Bootzeitpunkt bereit stellt. Hierfür bieten die verschiedenen Distributionen unterschiedliche Lösungen an, wer das nicht machen will, muß halt die Unterstützung für das Filesystem direkt in den Kernel compilieren
/sbin/mk_initrd -k bzImage -i initrd.bzImage aufzurufen. Dies erzeugt im Verzeichnis /boot eine entsprechende initrd.bzImage-Datei, die alle in /etc/sysconfig/kernel angegebenen Module zum Bootzeitpunkt bereit stellt. Diese Datei muß natürlich auch vom Kernel gefunden werden. Dies wird durch die Bootmanagerkonfiguration sicher gestellt, die als nächstes durchzuführen ist. Nun ist also der Bootmanagers zu konfigurieren. Unter Der Kernelparameter acpi=off für das Powermanagement (siehe APM und ACPI) ist ebenfalls anzugeben. Der Rest ist den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Wer einen Brenner eingebaut hat benötigt auch den Parameter hdc=ide-scsi oder hdb=ide-scsi oder beides, je nachdem ob der Brenner im rechten (hdc) oder im linken (hdb) Schacht eingebaut ist. Nicht zu vergessen ist auch die Angabe der verwendeten initrd-Datei über den Paramter initrd (hd0,5)/boot/initrd.bzImage Hierbei ist (hd0,5) die zweite logische Partition in der erweiterten Partition der ersten IDE-Festplatte, also /dev/hda6. Hier muß dann entsprechend der eigenen Partiotionierung die Partition angegeben werden, die die initrd-Datei enthält. Sollte als Bootmanagers LILO genutzt werden, so ist /etc/lilo.conf entsprechend zu editieren und lilo aufzurufen. Nach dem Booten sollte nun sollte auch die Funktastatur benutzt werden können. Falls nicht, so ist zu überprüfen, ob der "UHCI"-Treiber und nicht "UHCI Alternate Driver" verwendet wird, also das Modul "usb-uhci" und nicht "uhci" geladen wurde: modprobe | grep uhci rm /etc/rc.d/rc*.d/*hwscan* Hardware,wie PC-CARD(PCMCIA)-Controller, serielle und parallele Schnittstellen, sollten jetzt problemlos funktionieren. Das jetzt der Sound ggf. nicht funktioniert, liegt daran, daß die ALSA-Module bei der Kernelinstallation gelöscht wurden oder nicht mehr zum Kernel passen. Doch dazu später mehr, erst folgt die Grafik: |
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| XFree86 4.xx: |
Die Installation von XFree86 wurde mit den Treibern von nVidia durchgeführt.
Da diese Treiber nicht auf Distribtionen enthalten sind, muß man sie
entweder von www.nvidia.com selber
laden oder unter 8.1 Online-Update beziehen. Die Installation wurde mit den RPM-Paketen von nVidia in der Version "1.0-3123" durchgeführt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist bereits die Version "1.0-4192 für Linux IA32" verfügbar, die ich aber noch nicht getestet habe. Trotzdem ist ihre Benutzung sicherlich problemlos möglich. Man kann auch mittels der NV-Treiber, die mitgeliefert werden, den Bildschirm mit einer Auflösung bis zu 1600x1200 Punkten bei 16 Bit Farbtiefe betreiben, aber in diesem Fall ist nur eine softwaremäßige OpenGL-Beschleunigung verfügbar, welches ist nicht empfehle. Deswegen sollte man die Hardware-Beschleunigung mit den GLX-Treibern von nVidia aktivieren. Grundsätzlich sind erst mal die XF86-Pakete der Distribution zu installieren. Hierzu gehören
Für die Installation eines beschleunigten X-Servers werden also die nur bei nVidia verfügbaren Pakete NVIDIA_kernel und NVIDIA_GLX benötigt. Wichtig: Die bei nVidia vorhandenen binären Pakete für spezielle Distributionen sind auf die Kernelversion abgestimmt, die bei dieser Distribution verwendet wird. Für einen selbst installierten Kernel benötigen man aber unbedingt die Quellpakete. Deshalb Download von: NVIDIA_GLX-1.0-x.tar.gz NVIDIA_kernel-1.0-x.tar.gz Zum Zeitpunkt der Erstellung $Date: 2003/06/06 14:11:20 $ dieses Dokuments waren folgende Versionen verfügbar: NVIDIA_kernel-1.0-4191.tar.gz NVIDIA_GLX-1.0-4191.tar.gz Anschließend sind die Pakete zu entpacken und zu installieren: tar xzf NVIDIA_kernel-1.0.x.tar.gz cd NVIDIA_kernel-1.0.x make cd .. tar xzf NVIDIA_GLX-1.0-x cd NVIDIA_GLX-1.0-x make Wer eine unterstützte Distribution hat, kann auch die RPM-Pakete benutzen, muß dann aber den zur Distribution gehörenden Kernel benutzen. Für NVIDIA_kernel-1.0-4191.suse81.i586.rpm NVIDIA_GLX-1.0-4191.suse81.i586.rpm welche herunterzuladen sind und mittels rpm -Uhv NVIDIA*.suse81.i586.rpm installiert werden. Zur Konfiguration muß das File /etc/X11/XF86Config angepaßt werden. Unter Deswegen findet man hier eine angepaßte Konfigurationsdatei (sollte auch mit anderen Distributionen funktionieren). Diese also nach /etc/X11/XF86Config kopieren und ggf. die Einstellungen für außen angeschlossenen Monitor, zusätzliche Maus, Grafiktabletts, etc. einfügen. Weitere Informationen zur Konfigurationen für den nVidia-Treiber (z.B. TwinView) findet man in der mitgelieferten Dokumentation (README im Unterverzeichnis usr/share/doc des Paketes NVIDIA_GLX-1.0-x.tar.gz) oder als PDF-File bei nVidia. Abschließend muß noch der X-Server gewählt werden. Unter cd /var/X11R6/bin ln -s /usr/X11R6/bin/XFree86 X was aber ggf. schon bei der Installation mit den mitgeliferten NV-Treibern erfolgt ist. Anschließend kann der erste Servertest durch Aufruf von startx erfolgen. Über mögliche Probleme unterrichtet das Logfile /var/log/XFree86.0.log. Zum ersten Test der OpenGL-Beschleunigung durch nVidia_GLX nehme man das Programm "gears". Beispielwert: bei voller Bildschirmauflösung 1600x1200x24 eine Rate von über 40fps. Nicht schlecht für einen Laptop! Touchpad: Wer das soweit probiert hat, wird sicherlich merken, daß das Touchpad nicht wie gewünscht funktioniert! Dies liegt nicht etwa daran, daß ein falscher Treiber gewählt wurde, sondern daran, daß es ein Synchronisationsproblem zwischen dem Touchpad und dem HID-Treiber gibt. hier ein Startscript, welches in /etc/rc.d/rc[2,3,5].d/ möglichst als letztes eingebunden werden sollte. Unter chmod 744 /etc/rc.d/celsiusHFix ändern und anschließend insserv -d /etc/rc.d/celsiusHFix aufrufen. |
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| Sound einrichten: |
Hierzu benötigt man die ALSA-Treiber. Getestet wurde es mit
alsa-driver-0.9.0rc6 von www.alsa-project.org.
Unter
Für die selbständige Überstzung sollten folgende Schritte funktionieren: Die entsprechenden Pakete von der Webseite laden, anschließend: tar xjf alsa-driver-0.9.*2 tar xjf alsa-lib-0.9.*2 cd alsa-lib* export CFLAGS=-O2 ./configure --with-cards=maestro3 make make install cd ../alsa-driver-0.9* ./configure --with-cards=maestro3 make make install ("export CFLAGS=" falls bash, unter tcsh "setenv CFLAGS ") Sollte das Konfigurationsprogramm der Distribution ( |
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| Infrarot und IrDA: |
# IrDA alias char-major-161 ircomm-tty alias tty-ldisc-11 irtty Unter IRDA_PORT="/dev/ttyS1" und anschließend aufruft: rcirda start. Soll es bei jedem Start aktiviert werden, so genügt der Audruf insserv irda . Hier wurde der IrDA-Port auf ttyS1 eingestellt, es sind natürlich andere Einstellungen möglich. Unter anderen Systemen ist der IrDA-Port mittels des Befehls /usr/sbin/irattach /dev/ttyS1 -s zu starten. |
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| Modem: | Mit dem eingebauten Winmodem gab es bisher wenig Erfolg zu verzeichnen. Zwar lies sich nach vielen Test eine Verbindung aufbauen, diese war jedoch weder stabil noch schnell. Wer ein Modem unter Linux auf diesem Laptop benutzen möchte, der wird leider nicht auf die Anschaffung eines zusätzlichen PCMCIA-Modems verzichten können. Das eingebaute Winmodem macht seinem Namen Ehre und läuft nur unter Windows und auch dort nur langsam... | ||||||||
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APM und ACPI, Bioseinstellungen:: |
Es kann der Akkuladestand und eine angeschlossene Stromversorgung angezeigt werden, sowie Suspend-To-RAM durch einmaliges Drücken des Einschalttasters aktiviert werden. Abermaliges Betätigen des Einschalters weckt den Rechner wieder auf. Das funktioniert auch unter X11 mit den nVidia-Treibern. Wer APM nutzen möchte und im Kernel sowohl ACPI als auch APM aktiviert, der muß mittels Bootparameter acpi=off ACPI wieder deaktiviren, andernfalls wird APM nicht aktiviert! (siehe Kernelinstallation) |
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