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Sich einen dieser Wunderwerke deutscher Rechnentechnik zu besorgen
war nicht sonderlich schwierig. Naja abgesehen, davon daß es ihn
in fast keinem Laden zu kaufen gab. Man brauchte nur eine Postkarte
an den Hersteller schicken und auf Zuteilung warten. Und siehe da kaum
ein halbes Jahr später bekam ich Nachricht, daß ich ihn im Robotron-Laden
in Erfurt abholen könnte.
Zum Stückpreis von etwas über 1000 M, bekam man dann 16 KByte
Ram und die "berüchtigte" Folienflachtastatur.
Weitsichtigerweise wurden mir auch 3 Stücke eines Telefontastenfeldes
(je 3x4 Matrix)verkauft, die man selbst beschriften und zu einer Tastatur
zusammenbauen kann. Weitaus schwieriger war da die Organisation eines passenden
Transformators, aus dem man dann ein Netzteil bauen konnte. Bis zur Wende
1990 ungelöst die Frage: Woher bekomme ich eine vernüftige Tastatur?
- Manchmal gab es Schreibmaschinentastaturen
zum Preis bis etwa 170 M, die waren aber schnell vergriffen. |
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Von Anfang an war viel Raum zum Basteln
vorhanden. Die wichtigste Erweiterung bestand darin, die alten RAM's sorgfältig
auszulöten und gegen 64Kx1-Bit auszutauschen. Später wurde alle
neuen Rechner bereits mit 64KByte ausgeliefert.
Eine kleine Schaltung machte den Speicherinhalt RESET-fest (manchmal
verhaspelte sich die Refresh-Automatik, wenn Reset zu einem ungünstigen
Zeitpunkt ausgelöst wurde). Das Betriebssystem wurde auf 4K
erweitert und verfügte dann über eine komfortable Load/Save-Routine.
Mit einem kleinem Trick zur RAM-Beschleunigung
konnte der Rechner dann auf 4 MHz statt 2 MHz laufen.
Was gab es noch alles? Man konnte den Zeichensatz umschaltbar machen
oder gar frei programmierbar gestalten; die 32x32 Zeichen Bildschirmdarstellung
für Textverarbeitung auf 64x16 umstellen; Pixelgrafik in diversen
Ausführungen; Floppy 1541 oder diverse CPM-Laufwerke; und als Krönung
gab es dann eine RAM-Floppy mit
bis zu 512KByte Ram. |
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