Frequenzumschaltung
Schaltungen zur Frequenzumschaltung des Z1013 sind schon viele veröffentlicht
worden. Nach den jeden vorliegenden Erfahrungen garantieren sie aber nicht
in jedem Fall einen unverfälschten RAM-Inhalt. Die vorgeschlagene
Schaltung wählt ein neues Verfahren, das sich grundsätzlich von
bisherigen /M1-Synchronisation, Phasenvergleich der Takte ... unterscheidet.
Unter der Voraussetzung schneller CPU-, PIO- und Speicherschaltkreise
bietet der Z1013 die Möglichkeit, mit einer Frequenz von 4 MHz zu
arbeiten. Da aber mit dieser Taktfrequenz der Programmtausch sehr
erschwert wird, ist eine Frequenzumschaltung notwendig, die immer den RAM-Inhalt
sichert.
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Mit der 64-Zeichen-Platine der IG Z1013 Dresden kann die Taktfrequenz
softwaremäßig umgeschaltet werden. Wird damit eine Hardware-Umschaltung
gewünscht, ist diese Zusatzschaltung aber auch erforderlich.
Grundgedanke der Schaltung ist es (Bild 5), die Umschaltung
der Frequenz während des Tristatezustandes der CPU durchzuführen.
Die Betätigung des Schafters 5 setzt das RS-Flip-Flop (V 4013).
Dieses löst an der CPU eine /BUSRQ-Anforderung aus. Nach Erkennen
dieser Anforderung durch die CPU geht diese in den Tristatezustand und
quittiert mittels der /BUSRQ-Leitung( /BUSAK?!). Dieser Quittungsimpuls
löst einerseits die eigentliche Frequenzumschaltung aus und setzt
andererseits das FlipFlop und damit die /BUSRQ-Anforderung zurück.
Beim nächsten Flankenwechsel des Taktes setzt die CPU ihre Arbeit
fort. |
Die Frequenzumschaltung kann auch durch ein Programm erreicht werden,
wenn der Schalter S z.B. durch zwei Bitleitungen eines PIO-Ports o.ä.
ersetzt wird.
Die Leiterplatte (Bild 6) kann, wie die Leiterplatte zur Stromversorgung
per Nachnahme bei Gerlich, Markscheiderweg 08/417, Neubrandenburg, 2000,
bestellt werden.
Nachdem die Leiterplatte nach Bild 7 bestückt wurde, kann
sie über der Grundplatine angebracht werden.
Uwe Rehn
practic 4/89
Bauteile: DL003 - V4013 - SAY 30 (2x) o.ä.- 1 nF Scheibe (2x) - 10
kOhm (5x)
Anschlußmöglichkeit: BUSAK X1/A27 - BUSRQ X1/C20
Taktfrequenz 4 MHz
Die Taktfrequenz von 4 MHz ist vom Hersteller des Z1013 vorgesehen, wird
aber für die eingesetzten Bauelemente nicht garantiert.
Jürgen Peters von der Interessengemeinschaft Heimcomputer am IZ
der TU Dresden nutzt auf der Grundlage einer Schaltung von Stölzer
einen "halben übriggebliebenen" DL 074 auf der 64-Zeichen-Platine
zur /CAS- und /WR-Beschleunigung. Diese Möglichkeit ist auch einzeln
nutzbar.
Nach den Erfahrungen der IG laufen bisher alle umgebauten. Z1013 auf
4 MHz. Trotzdem sollte man nicht bedenkenlos umschalten. Durch die härtere
Taktfrequenz steigt der Stromverbrauch und die Verlustleistung der Schaltkreise.
Es besteht durchaus die reale Möglichkeit, daß Grenzwerte überschritten
und Bauelemente zerstört werden.
Neben Bauelementenauställen kann es auch passieren, daß
der Rechner scheinbar fehlerlos funktioniert und erst nach längerer
Zeit bemerkt wird, daß einzelne Funktionen nicht richtig ablaufen,
d.h. falsche Ergebnisse auftreten. Dann denkt man nicht immer an die mögliche
Fehlerursache: unregelmäßige Impulsformen durch zu hohe Frequenz.
Hat man sich zum Umbau entschlossen, so versucht man zuerst nur mit
Umlöten der Brücke E1 zum Erfolg zu kommen. Funktioniert der
Rechner normal, ist der Umbau beendet, sonst ist noch folgendes zu tun:
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Ein zusätzlicher Schaltkreis DL 074 wird huckepack auf A17 gesetzt.
Die Pins sind wie folgt zu verbinden:
| 1 |
an Pin 1 des A17 |
| 2 |
an Pin 1 des A17 |
| 3 |
an Pin 1 des A17 |
| 4 |
an Pin 1 des A17 |
| 5 |
bleibt offen |
| 6 |
bleibt offen |
| 7 |
an Pin 7 des A17 |
| 8 |
an /WE der RAM (Pin 3der U256 bzw. 2164),
diese werden von /WR der CPU getrennt |
| 9 |
bleibt offen |
| 10 |
+5V |
| 11 |
an Pin 11 des A17 |
| 12 |
an /RD des Prozessors |
| 13 |
an Pin 10 des A17 |
| 14 |
an Pin 14 des A17 |
-
Am Schaltkreis A6 (DL 004) wird die Leitung von Pin 9 getrennt und mit
Pin 6 verbunden.