Leistungsstarkes Netzteil für den Z1013
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Im vergangenen Heft wurden einige mögliche Erweiterungen des Mikrorechnerbausatzes
Z1013 genannt. Das Netzteil der Grundplatine ist damit relativ schnell
überfordert. Deshalb wurde ein einfaches externes Netzteil entwickelt,
welches auch die gehobensten Ansprüche erfüllt, ausreichende
Leistungsreserven hat und mit mehr oder minder handelsüblichen Trafos
aufgebaut werden kann.
Voll ausgebaut können folgende Ströme und Spannungen entnommen
werden (Bild 1):
5 Volt Plus, 3 Ampere
12 Volt Plus 1 Ampere
5 Volt Minus, 0,1 Ampere |
Trafos mit sekundär zweimal 6,3 Volt (Heizspannung für Elektronenröhren)
sind relativ oft im Angebot. Es besteht auch die Möglichkeit, von
einem vorhandenen Rundfunk-Netztrafo die Anodenspannungswicklung
zu entfernen. Dazu ist es notwendig, die Trafobleche zu entfernen, die
immer außen liegende Heizspannungswicklung vorsichtig abzuwickeln
und dabei die Anzahl der Windungen zu zählen. Die Anodenspannungswicklung
wird entweder abgewickelt oder, wenn der Draht nicht mehr benötigt
wird, heruntergeschnitten (über 1000 Windungen).
Sorgsam ist darauf zu achten, daß die Isolierschicht (Papier)
zur Primärwicklung nicht beschädigt wird. In so einem Fall sollte
mit diesem Trafo nicht weiter gebastelt werden, da es lebensgefährlich
werden kann.
Die Sekundärwicklung (2 x 6,3 Volt) wird mit der gleichen Windungszahl
(nicht Drahtlänge) aufgewickelt und der Trafo wieder zusammengebaut.Durch
diese Maßnahme gewinnt man Platz auf dem Trafokern für eventuell
dickeren Draht (höhere Stromstärke) oder für eine zweite
6,3 Volt Wicklung, falls original nur eine vorhanden war.
Diese "geringe" Eingangsspannung schließt die Nutzung eines integrierten
Spannungsreglers für die 5-Volt-Strecke aus. Deshalb kam ein npn-Leistungstransistor
KD 501 o.ä. (ß > 80) zum Einsatz. Er wird von einem OPV-(B 761
o.ä) gesteuert. Die Minus-5-Volt sind für den A48 auf der Grundplatine
erforderlich. Ohne diese Spannung arbeitet das Kassetteninterface nicht.
Nur dafür lohnt sich der hier beschriebene Aufwand nicht. Die Originalschaltung
von der Grundplatine kann dann übernommen werden.
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Entsprechend den Forderungen der Schaltkreishersteller darf z.B. an
einem U 256 die 12-V-Spannung erst nach den 5P anliegen und muß zuerst
abgeschaltet werden. Deshalb wurde mit dem Transistor (SS 216) eine Vorrangschaltung
für 5 Volt eingebaut.
Werden die 12 Volt nicht für die Originalgrundplatine des Z1013
(für U 256) oder für spezielle Ergänzungen (EPROM-Brenngerät/
Diskettenlaufwerk ...) benötigt, so kann dieser Stromzweig mit Z-Diode,
SS 216, 47 kOhm entfallen. Die Anordnung des B 3170 und B 3370 wurde so
gewählt, daß problemlos Kühlbleche angebracht werden können
(Bilder 2 und 3). Sie stehen senkrecht zur Platine und dürfen
das Kühlblech für den Leistungstransistor nicht berühren. |
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Soll dieses Netzteil auf den Baugruppenträger gesteckt werden, so
ist die maximale Bauhöhe und damit die Kühlblechgröße
durch den Abstand der Steckbuchsenleisten begrenzt. Günstiger ist
es, auf die Steckerleiste zu verzichten und mit steckbaren einzelnen Leitungen
die Spannungen auf die Brücken E4, E5 und E6 zu führen. Das Netzteil
kann dann z.B. in der Nähe der Gehäusewand angeordnet werden
oder das Kühlblech für den KD 501 kann selbst Gehäusewand
(isoliert) sein. Die entstehende Wärme bleibt also gleich draußen.
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Der Widerstand von 180 Ohm zwischen der Basis des KD 501 und 12P darf
nicht kleiner als 160 Ohm sein (Gefahr für den OPV). Mit diesem Widerstand
kann der maximale Kurzschlußstrom eingestellt werden.
Für den Fall, daß kein Elko 4700 µF/25 V vorhanden
ist, können an seiner Stelle zwei Elko zu je 2200 µF auf der
Platine angeordnet werden (Bild 4). |
Gleichfalls wurden beim Leiterplattenentwurf verschiedene Bauformen
von Einstellreglern eingeplant. Im Interesse der Zuverlässigkeit sollten
Dickschichtregler eingesetzt werden.
Bauteile
B3170 - B 3370 - B 761, 765, 861 o. ä. - SS 210 o. ä. - KD
501 o.ä. - SZX 18/5,1 - SY 350/05 (2x) - SY 380/05 (4x) - 56 pF Scheibe
- 100 nF Scheibe (4x) - 470 µF/10 V stehend (2x) - 4700 µF/16
V liegend (2x) - 4700 µF/25 V liegend (1x) oder 2x 2200 µF
- 180, 240, 560, 4,7k Ohm Schichtwiderstand jeweils lx 0,l Watt - 4,7kOhm
Dickschichtregler (2x) - 10kOhm Dickschichtregler - Steckerleiste 2x29
abgewinkelt
Rainer Brosig
Lit.: Klaus Schlenzig, Dieter Jung: Die integrierten
Spannungsregler B 3x7xV, electronica 239, Mälitärveriag der DDR,
Berlin, 1988
practic 4/89