Schnittstellen für den Z1013 - V24 - Centronics

Die Computerhersteller haben sich bei aller Vielfalt der Geräte auf einheitliche Übergangsstellen zwischen einzelnen Komponenten eines Camputersystems einigen müssen, damit periphere Geräte wie Drucker, Plotter, DatenfernÜbertragungsanlagen usw. untereinander austauschbar sind.
Das Ergebnis waren mehrere nach Pegelgröße und Anschlußform (Steckerbelegung) genormte Trennstellen.
Die erste Prinzipunterscheidung erfolgt zwischen paralleler und serieller Datenübertraguhg (Bild 6).
 
Schnittstellen - Bild 6
PARALLEL 
CENTRONIC 
SIF 1000
SERIELL 
IFSS 
TTY 
V.24
Die parallele Datenübertragung ist schneller und Rechnertaktfrequenz unabhängig. Die serielle Übertragung muß auf die jeweilige Baud-Rate (Maßeinheit der Telegrafiergeschwindigkeit) eingestellt werden, benötigt dafür aber nur drei Verbindungsleitungen gegenüber z. B. zehn einer CENTRONICs.

V 24 - Interface über PIO-PORT A

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Die Schaltung (Bild 7) stellt mit den Leitungen "TxD", "DTR" und "SG" alle nötigen Signale für einen Drucker zur Verfügung, dessen V24-Schnittstelle auf "DTR-Protokoll" eingestellt ist.
Die angegebenen Steckeranschlüsse beziehen sich auf den Steckverbinder X4 des Z1013. Die Spannung, -5 V kann in der  Lötbrücke ,E4´ abgegriffen werden. Wer einen Eingriff in den MRB nicht scheut, kann die Verbindung zwischen den Steckkontakten A5 und B5 auf der Platine durchkratzen und mit einer Brücke die Spannung "-5V" dauerhaft auf den Steckverbinder "X4" legen. Dadurch hat man alle Verbindungen steckbar. Werden jetzt jedoch Baugruppen angeschlossen, bei denen Stecker oder in der Schaltungeine Verbindung zwischen "A5"  und  "B5" hergestellt  wurde, kornmt es zum Kurzschluß und zu  Bauelementeausfällen.  
Beim Entwurf der Leiterplatte (Bilder 8, 9) wurden beide Möglichkeiten eingeplant. Entweder wird ein Draht aus dem Rechner von der Lötbrücke "E4" zum Punkt "*1" geführt oder wenn die Spannung -5 V am Steckverbinder liegt, wird eine Brücke zwischen den beiden mit einem Stern gekennzeichneten Punkten  auf der Platine gezogen.
 

7-Bit-CENTRONIC-Schnittstelle

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Die  Datenübertragung erfolgt  parallel, d.h. es sind bedeutend mehr Verbindungsleitungen erforderlich. Neben den acht Bit-Leitungen und der Masse sind noch eine Leitung für STROBE-Impuls zur Übernahme der Informationen durch den Drucker und eine Leitung zur READY-Intormation als Quittierung des Druckers an den Rechner notwendig.
STROBE wird durch Aufarbeitung des ARDY-Signals vom PIO-PORT A im Mode "Byte-Ausgabe" gewonnen. Als READY stehen am Drucker zwei lnformationen bereit, zum einen ein etwa 5 µs (K6313) langer /AKNLG-lmpuls zum Auslösen eines Interrupts; zum anderen das BUSY-Signal, welches  programmtechnisch abgefragt werden kann. Bei Abfrage dieser Leitung werden Bearbeitungszeiten im Rechner und im Drucker ausgeblendet. Dazu benötigt man eine separate Bit-Leitung eines PIO-Ports. Will man zum Druckeranschluß nur den Port A nutzen, muß man also dafür eine Bit-Leitung "opfern" und kann zu druckende Zeichen nur als 7-Bit-Informationen zum Drucker senden. Beim ASCII-Druck ist das allerdings unerheblich (Bild 10).
Die Herstellung der kleinen Leiterplatte und ihre Bestückung sind sicher kein Problem (Bilder 11, 12).
Ungwöhnlich, in Amateurkreisen jedoch sicher zu vertreten ist die Variante, die Datenleitungen nicht über die Platine zu führen, sondern ein entsprechendes Kabel direkt am Steckverbinder anzulöten. Durch diesen "Kunstgriff" verringerte sich der Schwierigkeitsgrad der Leiterplatte beträchtlich.
Aufgebaute Erprobungsmuster sind in Bild 13, 14 zu sehen (links: V24, rechts: CENTRONIC)
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Uwe Rehn
practic 2/89